Header image

>> Worüber

Fliegen! Das wollte ich seit meiner Kindheit. Die ist zwar zugegebenermaßen noch gar nicht allzu lange her, aber das notwendige Spielgeld für einen Pilotenschein muss auch erst einmal wieder zur Tür hereinkommen, nachdem es zum Fenster hinausgeworfen wurde… :-) In den letzten Monaten machte ich mir dann einige Gedanken zu dem Vorhaben selbst. Langjährig und günstig im Verein oder kompakt und teuer in einer Flugschule? Oder eine Kombination aus beidem… in den USA? Oder, oder…?

Gemeinsam mit Freunden und Kollegen, die teilweise ausschließlich hier in Deutschland, andere rein in den USA oder aber sowohl hier als auch in den USA ihre Flugerfahrungen machten, konnten die verschiedenen Optionen einmal abgeklopft werden. Mein Entschluss fiel dann auf die USA. Drei Kriterien gaben dabei den Ausschlag:

  • 1. Maximales Fliegen & Praxiserfahrung fürs Geld: Eine Flugstunde kostet in den USA mit einem vergleichbaren Flieger etwa 50-60% weniger als bei uns. Da die Praxisausbildung den mit Abstand größten Kostenblock darstellt – und auch einfach durch nichts zu ersetzen ist -, sollte das Maximum herausgeholt werden. Das fängt schon beim Thema Landegebühren an. In Deutschland muss jede einzelne Landung teuer bezahlt werden. Demzufolge wird natürlich auch versucht, die Zahl an Landungen so gering wie möglich zu halten. Landegebühren in den USA existieren hingegen überhaupt nicht. Das Landen kann so oft geübt werden, bis es perfekt sitzt. Außerdem sind Themen wie Nachflug und Funksprech-Training bereits in der Ausbildung und auch in der Lizenz enthalten. Ebenso werden bereits in der Ausbildung große Verkehrsflughäfen angeflogen. In Deutschland einfach unvorstellbar! Aber genau das schärft die Erfahrung vorallem im Umgang mit ATC in stark frequentierten Lufträumen und Flughäfen. Speziell für diejenigen (und hier schließe ich mich ein), die ohnehin zukünftig auch international unterwegs sein wollen, ein unverzichtbarer Trainingseffekt. Auch wenn die Flugstunde zwar um einiges günstiger ist, wird es aber aus finanzieller Sicht in Summe keine wirkliche Ersparnis geben. Tendenziell werden ein paar Stunden mehr benötigt und auch Kosten für Flug, Auto, Unterkunft etc. müssen noch mit auf die Rechnung. Aber insgesamt ist in den USA für in etwa das gleiche Geld ein wesentlich höherer praktischer Ausbildungsstand erreichbar. Zumindest ist das meine Erkenntnis aus diversen Berichten, Erzählungen als auch meiner persönlichen Einschätzung … und dass es sicherlich einfach eine absolut geniale, unvergessliche Erfahrung wird: Unbezahlbar! :-)
  • 2. Mangelnde Sympathie für eine Vereinsausbildung: Im ersten Blogpost habe ich es bereits erwähnt. Mir geht es in erster Linie ums Fliegen, nicht um Vereinsmeierei und der Wahl zum Vorsitzenden für den samstagmorgendlichen Hangartor-Reperatur-Ausschuss. Ich möchte hier jetzt auch keine Flugsport-Vereine diskreditieren. Gewiss haben sie einen entscheidenden Anteil, dass die GA in Deutschland überhaupt noch vorhanden ist. Aber… es ist nur einfach nicht so mein Ding… Zwar wäre es noch eine Möglichkeit die Ausbildung in einer kommerziellen Flugschule durchzuziehen, der praktische Ausbildungsstand würde sich dadurch aber auch nicht merklich erhöhen, die Kosten dafür allerdings umso mehr.
  • 3. Flexible Theorievorbereitung im Selbststudium: Die General Aviation genießt in den USA einen ganz anderen und wesentlich besseren Stellenwert als bei uns. Die FAA stellt eine Reihe von Publikationen mit Ausbildungsmaterialien öffentlich und kostenlos zur Verfügung. Des Weiteren bieten z.B. Jeppesen und King Flight School umfangreiche Home Study Kits mit zahlreichen Erklärungen auf DVD, Syllabus, Fragenkataloge etc. an, mit denen sich der gesamte Stoff nach eigenem Zeitermessen vorbereiten lässt. Mehr dazu unter Vorbereitung und Theorie.

Mit diesem Blog werde ich das ganze Projekt für alle Interessierten ein wenig festhalten. Und trotz des Fokus auf die Tatsachen, dennoch mitunter auch ein wenig subjektiv, überspitzt und sarkastisch abgerundet.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.