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The End.

Januar 24th, 2013 | Posted by frank in Allgemein - (1 Comments)

Touchdown mit der Piper am heutigen und Takeoff mit dem Airbus am morgigen Abend. Dann wieder in der Rolle als nörgelnder Passagier. Der Rückflug nach Frankfurt kommt jetzt doch wirklich schneller näher als die nächste Kaltfront. Leider. Könnte hier durchaus noch einige Zeit verweilen. Vor allem in den letzten Tagen ohne Stress im Hinterkopf, ohne Prüfungsdruck im Nacken und ohne Fluglehrer auf der rechten Seite. Habe die letzten Tage genutzt, um mein Complex Endorsement zu bekommen (notwendig, um Flieger mit einziehbarem Fahrwerk und Verstellpropeller fliegen zu dürfen). Noch einmal eine andere Hausnummer. Man ist schneller unterwegs und dazu gibt es mit Propeller und Fahrwerk noch mehr abzuarbeitende Tasks. Und gar noch mehr abzuarbeitende, wenn man das Fahrwerk vergisst… ;-) Ein zusätzlicher Checkride durch einen Prüfer ist dafür nicht erforderlich. Lediglich die Unterschrift eines Fluglehrers im Logbuch, der mit seinem guten Namen die Einweisung und Fähigkeit bestätigt. Davor hatte ich noch den Checkout auf der Piper Warrior durchgezogen.

Mit der Warrior dann einmal die Ostküste Floridas entlang, am Kennedy Space Center und Cape Canaveral vorbei, Richtung Everglades und zurück. Nett. Sehr nett! Eigentlich wollte ich noch weiter bis nach Key West. Doch dann kam der Faktor Zeit ins Spiel. Ach so, und natürlich der Faktor Geld. :-) Aber das nächste Mal dann! Vielleicht im April, Mai,…? Bevor Hitze, Gewitter und Touristenmassen den Tagesablauf bestimmen…

 

Sollte nun jemand die Lust am Fliegen gepackt haben, dann kann ich die FACT Flugschule in Florida absolut und uneingeschränkt weiterempfehlen! Ich hätte es mir wirklich nicht besser vorstellen können! Und das aus meinem Munde! Also jener Mund, der lieber abgrundtief kritisiert denn bejubelnd zustimmt… ;-) Aber nein, alles perfekt! Jedes Detail. Intensive, aber spaßige und einfach unvergessliche sechs Wochen.


Doch nun ist es leider so weit… Das war es von meiner Seite auf dieser Seite…


Approved to leave frequency!


Pilot!

Januar 17th, 2013 | Posted by frank in Allgemein - (3 Comments)

Es ist vollbracht. Checkride hinter mir – Freiheit vor mir! Ein verdammt gutes Gefühl. Die letzten Tage waren alles andere als erholsam. Es gab doch noch einiges an Theorie zu lernen. Und dann gestern Abend auch noch auf dem Weg nach Hause schön ohne Sprit auf dem Highway mit dem Auto liegen geblieben. Ganz großes Kino. Die Tankanzeige war wirklich gerade noch im Übergang vom weißen in den roten Bereich. Jedes deutsche Auto fährt damit ganz locker noch 50 Kilometer auf Reserve. Amerikanische Fahrzeuge ticken wohl anders. Nach etwa fünf Meilen brummte nur noch die Lüftung. (…)

Heute morgen um halb sieben aufgestanden! Vor dem Prüfungsflug gibt es noch eine bis zu vier Stunden dauernde mündliche Prüfung. Um Punkt 8! Bob, mein Prüfer für den heutigen Tag, war bereits da. Eigentlich gar nicht meine Zeit. Scheinbar versucht sich der Prüfer noch abzusichern, ob man ihn im Flug auch nicht versucht umzubringen. :) Nun ja. Zuvor hatte ich ihn und mich noch mit Donuts geködert. Das half. Eigentlich lief die mündliche bis zur letzten Frage und Aufgabe ganz passabel. Doch dann kam ich ins Schwitzen. Ich sollte berechnen, ob die Take-Off Distanz für die Cessna bei einer 1400ft langen, trockenen Graspiste auf 3000ft MSL mit einem 10 Knoten Rückenwind aus 40 Grad und ein 50ft Hindernis am Pistenende ausreicht. Mein Ergebnis: Passt. Bobs Reaktion: „Aha. You are going to kill me?!“ Mhmmm… Ok. Zurück auf Los. Zweites Ergebnis gleich erstes Ergebnis. Es passt also immer noch. Mist! Ich versuchte ihn natürlich von meinem Ergebnis zu überzeugen! Zweiter Fehler! Ein leichtes, aber sehr souverän betontes „I AM RIGHT!“ ließen meine letzten Zweifel an einer Fangfrage entschwinden. Seine 25-jährige Erfahrung als Pilot bei der US Army und gefolgten 20 Jahren als Sachverständiger für Flugunfalluntersuchungen bei der FAA unterstrichen diese Ausage ebenfalls. Deutlich. Doch dann hatte er wohl erbarmen mit meiner Unfähigkeit und zeigte mir den Fehler. Ich verstand die Beschreibung im Cessna Handbuch für die Kalkulation des Startlaufs an einer Stelle einfach falsch. Ich konterte dennoch, dass es nach meinem Dafürhalten sehr unglücklich formuliert sei. Diesmal gab er mir Recht. Er habe es auch vor Jahren an Cessna gemeldet. Doch Cessna meinte, dass Buch sei schon so alt, da wird nichts mehr geändert… Man solle einfach immer ein paar hundert Fuß als Sicherheit mit einkalkulieren. Pragmatischer Ansatz. Bob meinte dann, fast jeder mache diese Aufgabe falsch, sie sei quasi geschenkt, als Sensibilisierung. Ich war beruhigt. :-)

Jetzt raus und fliegen! Das Wetter war heute einmal wieder kein Traum. Sehr windig und extrem starke Böen. Ich überlegte kurz, ob wir es abbrechen sollen und vertagen, diskutierte es mit Bob. Doch er war hier eher PRO fliegen… Ok… Los geht’s… Zwei Stunden lang alle für die Prüfung notwendigen Manöver durchgezogen… Es lief einfach! Und hier ist sie nun, die Lizenz! Harr! :-)

Am Wochenende noch ein paar Checkouts und Endorsements auf anderen Fliegern, eine Woche richtigen Urlaub ohne Lernstress und dann geht’s auch schon wieder zurück…

Ziel in Sichtweite!

Januar 11th, 2013 | Posted by frank in Allgemein - (1 Comments)

Die letzten beiden Tage waren so, wie ich es mir vorstelle. Blauer Himmel, ein paar Wolkenfetzen, laue 23 Grad im Moment. Es galt wieder einmal die Taktzahl zu erhöhen und verlorene Zeit der letzten Tage gut zu machen. Jene Zeit, der eingeschränkten Sichtweite… :-)

Zwei Solo Cross-Country Flüge abgehakt, einer davon über die geforderten 150 Meilen mit drei Landungen an verschiedenen Airports. Gestern Abend noch den ersten Nachtflug direkt hinten angehängt. Anstrengend, aber die meteorologisch ideale Begebenheit wollte ich nicht ungeachtet vorbeiziehen lassen. Dabei acht der zehn vorgeschriebenen Nachtlandungen im Logbuch verewigt. Für heute Abend steht der Cross-Country Nachtflug mit Scott auf dem Plan. Wenn dieser erledigt ist, dann folgt im Laufe der nächsten Woche (sofern das Wetter natürlich so bleibt…) noch der letzte Schliff für den Checkride. Ende nächster Woche könnte es also soweit sein…! Läuft!

Vorgestern erhielt ich den Freifahrtschein für Überlandflüge im Alleingang. Gestern behielt mich das Wetter am Boden. Aber heute war es soweit! Überlandflug! Von Saint Augustine (KSGJ) nach Gainesville (KGNV) und zurück. Im Vorwege dazu die ganze Flugplanung aufstellen… Steuerkurse planen… dabei besondere Lufträume, Sperrgebiete und Wetter berücksichtigen, dazu Performance und Spritverbrauch kalkulieren… passende VOR Radiale, relevante Funkfrequenzen notieren… eindrehen… Dauer und Entfernung von visuellen Checkpoints berechnen… das ganze während des Fluges mitplotten, korrigieren und der aktuellen Position und Situationen einen Schritt voraus sein… Im Zeitalter von iPhone, iPad, Moving Maps und anderer Gadgets mögen Bleistift, Plotter sowie mechanische Flugcomputer für DigitalNatives dazu etwas rückständig erscheinen, aber bis zur und während der Prüfung sind das eben die Methoden und Mittel der Wahl. Ich werde brav sein und versuchen mich daran halten. Morgen geht es dann – sofern mir das Wetter wohlgeSONNEN sein möge – zu den noch fehlenden Nachtflügen…

Bergfest!

Januar 6th, 2013 | Posted by frank in Allgemein - (1 Comments)

Dreieinhalb Wochen Florida liegen nun hinter mir. Und vor mir. Vor Weihnachten erhielt ich mein Endorsement für Soloflüge in Flughafennähe und heute gab es nach dem Rückflug von St. Simons Island (KSSI) die Freigabe für Solo Cross-Country. Yeah! Also alleine zu Zielen fliegen, die mehr als 50 nautische Meilen entfernt liegen. Zeit für ein kurzes Zwischenfazit.

Im Logbuch sind nun knappe 27 Flugstunden verewigt. Das passt gut mit der Vorstellung von 50 Flugstunden zusammen, die ich mir als Ziel setzte.

Ein kurzer Überblick der Mindestanforderungen an Stunden bis zur Zulassung zum Checkride und der aktuelle Stand:

 

  • 40 Flugstunden: 27h erledigt – 13 to do!
    • davon mit Instructor:
      • 20h: erledigt!
      • 3h als simulierter Instrumentenflug: 1h erledigt – 2h to do!
      • 3h Training für Cross-Country: erledigt!
    • davon Solo:
      • 10h: 4h erledigt – 6h to do!
      • 3x Starts und Full-Stop Landungen an einem kontrollierten Platz: erledigt!
      • 5h Cross-Country: to do!
      • 1x Solo Cross-Country über mindestens 150nm mit drei Full-Stop Landungen und dazwischen mindestens einem Segment über 50nm: to do!
    • davon Nachtflüge:
      • 3h: to do!
      • 1x Cross-Country über 100nm: to do!
      • 10x Start und Full-Stop Landungen: to do!

 

Ein rein theoretisch, stundenoptimiertes Vorgehen wäre jetzt einfach die Cessna für einen ganzen Tag zu nehmen, die sechs offenen Solostunden mit den fünf offenen Cross-Country Stunden zu kombinieren. Wenn es dunkel wird, Scott einpacken und die Nachtflüge in einem Rutsch durchziehen, dabei noch parallel zwei Stunden unter der Haube als Instrumentenflug loggen. Fertig. :-) Ok, die Nachhaltigkeit einmal dahingestellt, aber ich habe auch schon Scotts Kommentar im Ohr: „Hehe… well… niiice try… that’s the way of your Germans efficiency, right?!“ Affirmative! :-)

Wahrhaft geht es dann doch um den Spaß. Und das Handwerk. Effektivität! Die Effizienz steht momentan irgendwo… weiter hinten… unten… Kurz vor den Sympathiepunkten für den Wetterfrosch. Soweit zur fliegerischen Faktenlage. Morgen soll es wieder regnen. Tiefe Wolken, schlechte Sicht. Kalt ist es auch. Fehlt eigentlich nur noch der Schnee. Hmpf. Den Faktor Wetter hatte ich mir wirklich anders vorgestellt. GANZ anders! Es bleibt also weiterhin eine emotional-meteorologische Abhängigkeit zwischen den Hochs und Tiefs…

Stay positive! :-)