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Author Archives: frank

Zwischen Hochs und Tiefs!

Januar 3rd, 2013 | Posted by frank in Allgemein - (3 Comments)

Das Wetter zeigt sich seit Weihnachten wieder einmal von seiner zickigen Seite. Hoch- und Tiefdruckgebiete, Kalt- und Warmfronten geben sich hier wechselseitig die Klinke in die Hand. Daraus resultieren Sichtweiten und Wolkenuntergrenzen, die sich weder mit der VFR Fliegerei noch mit meinen Vorstellungen von Florida in Einklang bringen lassen. Das Problem: Sinkt der Luftdruck, steigt mein Blutdruck. Es sind nur noch gute drei Wochen. Der Puffer ist aktuell wieder an seiner unteren Grenze angelangt. Die Wettervorhersage für morgen ebenfalls wenig erfolgsversprechend. Insgesamt also etwas trübe Aussichten momentan. Aber optimistisch bleiben! Sobald das Wetter wieder mitspielt, sind eben Doppelschichten angesagt. Punkt. :-)

Doch zurück zu den Hochs: Seit Weihnachten konnte ich immerhin mit Scott an einem Tag einen längeren Cross-Country fliegen. Von Saint Augustine nach Gainesville. In Gainesville starten und landen auch normale Airliner. Was dies zu bedeuten hat, wurde mir im Landeanflug vom Tower verdeutlicht: “Cessna four-niner-niner, remain speed, direct numbers! Traffic behind! Cleared to land two-niner!” Das heißt so viel wie: “Junge, mach hin mit deiner Rappelkiste, direkt runter auf die Landebahn, denn der Jet von US Airways hinter dir ist schnell. Und hat es eilig…” Ok, los gehts… Stresst beim ersten Mal wieder ziemlich. Non-Standard Anflug… Also nichts mit Downwind, Base, Final und dabei mehr oder weniger gemütlich - weil mittlerweile eingespielt – das ganze Setup für die Landung vorbereiten… sondern eben direct! Sinkrate, Geschwindigkeit, Wind, Flaps… alles richtig ein- und abschätzen, wenn konkrete Fixpunkte fehlen, die Umgebung neu ist… Scott war die ganze Zeit ruhig und ließ mich werkeln. Es lief auch. Im Debriefing gab er mir dann ein paar Tipps zur Stressvermeidung. Gerade am Anfang, wenn noch Übung und Leichtigkeit fehlen, einfach dem Tower ein “unable!” zurückfunken, einen Vollkreis anbieten und den Jet vorlassen. Bringt einfach mehr Zeit und somit Entspannung in die Situation.

“Unable!” – Das Wort gefällt mir. Kurz und prägnant. Werde ich mir merken. Für die Zukunft. Wenn das Wetter wieder mitspielt… Und für die Zeit danach.

Bis dahin, erstmal alles Gute in ZwanzigDreizehn! :-)

… weiter gehts!

Dezember 28th, 2012 | Posted by frank in Allgemein - (0 Comments)

Der Abflug gestern aus Frankfurt zurück nach Orlando war knapp. Zum Glück noch den letzten Sitzplatz ergattert. Jumps wollten sie nämlich keine vergeben. Wäre mit dem Weihnachtsspeck auch etwas eng gewesen. Und diesmal lief die Einreise sogar ganz geschmeidig. Keine Wartezeit, kein Stress. Alles ganz entspannt. Fast schon ein Hauch von Langeweile… :-)

Heute morgen dann direkt zum Airport in St. Augustine und ab in die Cessna! Wieder alleine! Knappe vier Tage nach dem ersten Solo nicht mehr geflogen. Konnte es kaum abwarten. :-) Dennoch hatte ich sicherheitshalber alles doppelt gechecked. Aber es lief noch! Von der ersten Landung einmal abgesehen… Man könnte sie durchaus auch als zwei zählen…  Eine Stunde, sechs Starts und … sieben Landungen später: Pause! Es strengt immer noch ein wenig an und ich merkte, wie die Konzentration sank… dennoch voller Begeisterung! :-)

Am Nachmittag wieder zusammen mit Scott auf der rechten Seite. Müssen schließlich weiter im Programm. Simulierter Instrumentenflug und ein paar simulierte Short- und Soft-Field Landungen. Passt…

Insgesamt also ein recht unspektakulärer Wiedereinstieg nach Weihnachten… Die nächsten Tage werden aber sicherlich wieder ein wenig taffer. Für morgen ist allerdings schlechtes Wetter vorhergesagt. Wir werden sehen…

Yeah! – Mission 1st Solo: Accomplished!

Dezember 24th, 2012 | Posted by frank in Allgemein - (0 Comments)

Erleichterung macht sich breit! Fast so breit wie mein Grinsen gerade! Heute lief es einfach. Nachdem das Wetter endlich wieder mitspielte, drehte ich mit Scott am Vormittag noch zwei Platzrunden. Die saßen! Wir rollten zur Ramp zurück, er unterschrieb das Endorsement für mein 1st Solo, gab mir noch ein paar Hinweise, klopfte auf meine Schulter, wünschte viel Spaß… und dann saß ich da… alleine in der Rappelkiste… Ground anfunken, zur Startbahn rollen, Tower anfunken, Startfreigabe einholen… Ab auf die Startbahn, hoch in die Platzrunde, runter, full-stop/taxi back und weiter… Harr! Das ganze drei Mal! Einfach nur: Geil! Ein anderes Wort fällt mir gerade nicht ein.

Die erste Landung war dann so… lala… Die Jungs im Tower hätten den Touchdown Button wohl dreimal drücken können…;-) Der Flieger wiegt nur ein paar hundert Kilo… Wenn plötzlich 90kg fehlen, läuft er schon ein wenig anders… Das wurde vor allem im Flare dann nochmals deutlich. Die zweite und dritte Landung liefen dann echt gut und machten Laune auf mehr!

Hätte mir kein besseres Weihnachtsgeschenk vorstellen können! Liege wieder voll im Zeitplan. Daher jetzt erstmal ab nach Orlando zum Flughafen und für drei Tage nach Hause fliegen. Weihnachten mit Family. Essen statt fliegen. Wenn ich am 27. wieder zurückkomme, bedarf es der Weight&Balance Planung wohl einer kleineren Korrektur…

Frohe Weihnachten & bis zum 27.!

Ready for Solo!

Dezember 20th, 2012 | Posted by frank in Allgemein - (1 Comments)

Die letzten Tage waren etwas stressig. Auf dem Blog daher etwas ruhiger. Das Wetter hier war einfach zu gut. Also maximales Fliegen und die verlorene Zeit der ersten Woche wieder aufholen. Jetzt bin ich bei circa 14 Flugstunden und ready für den ersten Soloflug! Eigentlich sollte es heute so weit sein. In Anbetracht des Windes und vor allem der Böen allerdings vertagt. Auf hoffentlich morgen. Die Vorhersage ist zwar nicht ideal, aber auf die Vorhersagen kann man hier ohnehin nicht viel geben. Also Daumen drücken für morgen!

Wie liefen die letzten Tage? Nun ja. Also ich muss ganz ehrlich sagen: Einige Dinge stellte ich mir mitunter leichter vor. :-)
Die Standardmanöver (climbs, descends, steep-turns, stalls, slow-flights) klappten und klappen ziemlich gut. Scott meinte meine Performance bei den Manövern wäre jetzt schon innerhalb der Toleranzgrenzen für die Prüfung. Läuft. Nur ist das eben nicht alles. Der größte Stressfaktor entsteht bei der Vorbereitung für die Landung bis hin zum eigentlichen Touchdown: ATIS abhören, Tower anfunken, zuhören, verstehen, antworten.. Checkliste für den Landeanflug durchgehen… Power reduzieren, trimmen, sinken auf Platzrundenhöhe, in das zugewiesene Anflugverfahren eindrehen, Meldepunkte reporten, Windkomponente berücksichtigen… weiter sinken, Flaps 10, Airspeed und Sinkrate im Blick behalten… auf Clearance zur Landung warten… in die richtige Position bringen… Flaps 20…  (“four-niner-niner, you’re number three – cleared to land one-three, wind one-niner-zero with two-one”)… dabei eben noch den anderen Verkehr suchen und mitzählen, dass ich tatsächlich der dritte bin, der auf die Landebahn geht, bestätigen.. und ab ins Final… Flaps 30… Speed um 5 Knoten reduzieren, Wind berücksichtigen…. Höhe mit Power korrigieren..und runter.. runter.. runter! Bääm! Uff! Das stresst aktuell ganz schön! Wenn es läuft, sieht das alles so einfach aus. Vieles davon kurz hintereinander und einiges möglichst parallel. Aber der Stressfaktor und die Anspannung sind momentan extrem hoch in der Phase. Das sorgte vorgestern wirklich für Frust, wenn es plötzlich so gar nicht mehr klappen will! Zu schnell, zu hoch… extrem viel Verkehr.. viel Wind… Wenn der Wind in Böen kommt, dann nämlich mit mehr Speed runter und weniger Flaps… Dazu nicht alles von ATC verstanden, weil mein Hirn wohl noch etwas “behind” war… “Say again!” im “Feierabendverkehr” sorgt im Tower dann auch nicht unbedingt für die volle Begeisterung… Aber nicht aufgeben! Scott meint auch: “Well, that’s why you are here! Can’t learn to fly in one day.” :-) Recht hat er.  Solange sich noch nicht eine gewisse Routine eingestellt hat, man quasi an seiner Kapazitätsgrenze arbeitet und ein neuer Faktor hinzukommt, wie z.B. starker Wind, dann läuft plötzlich einfach gar nichts mehr. Aber es wird kontinuierlich besser. Und solange meine Lernkurve schneller steigt als die Cessna, solange ist auch alles in Ordnung. :-)

Gestern lief das ganze dann schon besser und heute sogar ziemlich gut! Gestern hatte auch Dona, die Managerin der Flugschule, Geburtstag. Jetzt feiert sie hier ein bisschen. Das Buffett wird gleich eröffnet. Ich muss also los! Diesmal number one! Der Tradition verpflichtet… ;-)

Stay tuned!

Es geht voran!

Dezember 16th, 2012 | Posted by frank in Allgemein - (0 Comments)

Allerdings ein wenig schleppender als geplant. Das Wetter ist weiterhin leider wider erwarten alles andere als stabil. Die Vorhersagen ebenso. Auch die Locals sind mitunter verwundert bis ratlos. Binnen 60 Minuten kann sich alles ändern. Vom aktuellen Wetter bis zur Vorhersage für die nächsten Tag. Alles gut. Zack. Und eine Stunde später wird genau das Gegenteil reportet. Schon fast so, wie im normalen Joballtag bei diversen Projekten. Und das im Urlaub! Planung ersetzt eben doch nur den Zufall durch Irrtum.

Und nun ja. Das Wetter lässt sich halt wohl gerade nicht planen. Von den Amerikanern hätte ich aber eigentlich erwartet, dass sie irgendwelche Substanzen in die Luft schießen, um aus schlechtem Wetter ganz einfach gutes Wetter zu machen – oder zumindest gut aussehendes.

ABER: Heute immerhin 2 Stunden geflogen! Quasi mit Special-VFR hinaus und einmal um die tiefen Wolken herum. Auf dem Trainingszettel mit Scott standen dann Steep-Turns und Stalls. Das sitzt soweit. In Summe liege ich bei 5,4 Flugstunden. Mein Plan sah eigentlich vor, heute bereits mindestens 12h im Logbuch verewigt zu haben. Umgerechnet derzeit also circa drei Tage hinter Plan. Der Puffer ist damit von sieben auf vier Tage geschrumpft. Das muss dann nächste Woche bei (hoffentlich!) Sonnenschein im Sunshine State wieder rausgekachelt werden.

Insgesamt: verhalten optimistisch.