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Ready for Solo!

20. Dezember 2012 | von frank

Die letzten Tage waren etwas stressig. Auf dem Blog daher etwas ruhiger. Das Wetter hier war einfach zu gut. Also maximales Fliegen und die verlorene Zeit der ersten Woche wieder aufholen. Jetzt bin ich bei circa 14 Flugstunden und ready für den ersten Soloflug! Eigentlich sollte es heute so weit sein. In Anbetracht des Windes und vor allem der Böen allerdings vertagt. Auf hoffentlich morgen. Die Vorhersage ist zwar nicht ideal, aber auf die Vorhersagen kann man hier ohnehin nicht viel geben. Also Daumen drücken für morgen!

Wie liefen die letzten Tage? Nun ja. Also ich muss ganz ehrlich sagen: Einige Dinge stellte ich mir mitunter leichter vor. :-)
Die Standardmanöver (climbs, descends, steep-turns, stalls, slow-flights) klappten und klappen ziemlich gut. Scott meinte meine Performance bei den Manövern wäre jetzt schon innerhalb der Toleranzgrenzen für die Prüfung. Läuft. Nur ist das eben nicht alles. Der größte Stressfaktor entsteht bei der Vorbereitung für die Landung bis hin zum eigentlichen Touchdown: ATIS abhören, Tower anfunken, zuhören, verstehen, antworten.. Checkliste für den Landeanflug durchgehen… Power reduzieren, trimmen, sinken auf Platzrundenhöhe, in das zugewiesene Anflugverfahren eindrehen, Meldepunkte reporten, Windkomponente berücksichtigen… weiter sinken, Flaps 10, Airspeed und Sinkrate im Blick behalten… auf Clearance zur Landung warten… in die richtige Position bringen… Flaps 20…  (“four-niner-niner, you’re number three – cleared to land one-three, wind one-niner-zero with two-one”)… dabei eben noch den anderen Verkehr suchen und mitzählen, dass ich tatsächlich der dritte bin, der auf die Landebahn geht, bestätigen.. und ab ins Final… Flaps 30… Speed um 5 Knoten reduzieren, Wind berücksichtigen…. Höhe mit Power korrigieren..und runter.. runter.. runter! Bääm! Uff! Das stresst aktuell ganz schön! Wenn es läuft, sieht das alles so einfach aus. Vieles davon kurz hintereinander und einiges möglichst parallel. Aber der Stressfaktor und die Anspannung sind momentan extrem hoch in der Phase. Das sorgte vorgestern wirklich für Frust, wenn es plötzlich so gar nicht mehr klappen will! Zu schnell, zu hoch… extrem viel Verkehr.. viel Wind… Wenn der Wind in Böen kommt, dann nämlich mit mehr Speed runter und weniger Flaps… Dazu nicht alles von ATC verstanden, weil mein Hirn wohl noch etwas “behind” war… “Say again!” im “Feierabendverkehr” sorgt im Tower dann auch nicht unbedingt für die volle Begeisterung… Aber nicht aufgeben! Scott meint auch: “Well, that’s why you are here! Can’t learn to fly in one day.” :-) Recht hat er.  Solange sich noch nicht eine gewisse Routine eingestellt hat, man quasi an seiner Kapazitätsgrenze arbeitet und ein neuer Faktor hinzukommt, wie z.B. starker Wind, dann läuft plötzlich einfach gar nichts mehr. Aber es wird kontinuierlich besser. Und solange meine Lernkurve schneller steigt als die Cessna, solange ist auch alles in Ordnung. :-)

Gestern lief das ganze dann schon besser und heute sogar ziemlich gut! Gestern hatte auch Dona, die Managerin der Flugschule, Geburtstag. Jetzt feiert sie hier ein bisschen. Das Buffett wird gleich eröffnet. Ich muss also los! Diesmal number one! Der Tradition verpflichtet… ;-)

Stay tuned!

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