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Durchgeschwitzt!

11. Dezember 2012 | von frank

Und das nach den ersten drei Stunden.

Scott ist mein Fluglehrer. Guter Mann. Sehr ruhig, bedacht, klar strukturiert und auf den Punkt. Genau so, wie ich es mir vorstelle. Einfach „straight forward“.

Wir haben zunächst noch einen kleinen Theorie Refresher gemacht. VFR Wetter Minima, Weight & Balance, relevante Dokumente und notwendige Instrumente an Bord (im Sinne von „müssen funktional sein“ – bei dem alten Schrubber gut zu wissen…). Trocken aber wichtig. Dann ging es endlich zum Flieger. Outside Check. Heute und morgen mit Scott zusammen. Anschließend alleine.

Aber nun rein in den Flieger. Vorne links, mein neuer Platz. Gefällt mir. :-)

Was ich an Scott mag, ist das klare Briefing vor jeder Aktion. Alles, was ich tun soll, wird vorher genau besprochen und erklärt. Das erspart Hektik und Unklarheiten. Er erklärte mir, wie ich nach Checkliste den Motor anwerfe und ließ es mich direkt machen. Klappte überraschenderweise auch direkt. Weiter zum Funk.

„Frank, are you familiar with the radio communication procedures?“
„Hmm… well, I often listend to liveatc.com last weeks… Shall we give it a try?“
„Okaaay.. we are at the Florida Aviation Ramp and wanna go to South. Listen to ATIS and go ahead!“

ATIS abhören, Ground Frequency eindrehen und Gedanken sammeln…

„Cessna äähh five one six five bravo äähh at ööhh Florida Aviation Ramp äähh departure to south ähhh with ähh ähhh X-Ray….“

Ohje… ‘mal wieder den Großkotz raushängen lassen… Klang sicher gerade ziemlich dilettantisch. Zu Hause auf der Couch im Trockenen stellte ich mir das einfacher vor. Aber ok. Das haut schon hin die nächsten Tage…

Es geht los! Auf zur Starbahn 13 – die Richtung bringt uns direkt über den Atlantik.

Scott erklärte mir wieder wie/was/wo funktioniert, hatte seine Hände und Füße ebenfalls an Yoke und Pedalen, ließ mich aber eigentlich selbst rollen und starten. Das Rollen war ein ziemliches Rumgeeier, der Take-Off auch nicht so gaaanz auf der Centerline… Nun gut… Das Gefühl werde sich noch einstellen, meinte Scott. Ich nickte zuversichtlich…

Wir flogen die Küste entlang nach Süden, übten Climbs, Descents, Straight and Level Flight (Pitch, Power, Trim), einige Turns, absolvierten ein paar Slow-Flight Manöver und simulierten Landeanflüge. Einfache Basics für die Platzrunden. Nach knapp zwei Stunden dann zurück zum Platz. Ich war schon ziemlich angestrengt. Konnte die geniale Aussicht leider kaum genießen. Und dann kommt bereits die Vorbereitung zur Landung. Tower anfunken, zuhören, antworten, in den Downwind eindrehen, Flieger in Landekonfiguration bringen… Altitude, Speed, Flaps… Dabei auch den Verkehr noch im Auge behalten… Uff. Dann weiter ins Base, Flaps 20, Speed 70… Und Final… Flaps full.. Speed 65… 60… und runter… Bäämm! „Good job!“ meinte Scott. Ja, danke. Aber er hat auch noch viel unterstützt. Alleine wäre ich lost. Bin dennoch fix und fertig! Erstmal mein Shirt auswringen… Aber: Geil! Freue mich schon auf morgen. :-)

Jetzt noch ein kurzes Debriefing und dann ab zu Outback…

Stay tuned!

 

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